Die Korporation Sempach saniert im Herbst 2026 in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege des Kantons Luzern die Fassade des Luzernertors. Ziel der Arbeiten ist der langfristige Erhalt des historischen Bauwerks. Für die Ausführung der Arbeiten wird das Luzerner Tor eingerüstet.
Aufgrund des Gerüstauf- und -Abbaus sowie einzelner Sanierungsarbeiten sind zeitweise Verkehrseinschränkungen erforderlich.
Die Sperrungen werden vor Ort signalisiert. Sobald die Termine feststehen, wird er hier kommuniziert.
Die Korporation Sempach und die Bauleitung sind bestrebt, die Beeinträchtigungen auf ein Minimum zu beschränken und danken für das Verständnis.
Das Luzernertor ist eines der dominierenden alten Gebäude von Sempach. Es heisst erst in neuster Zeit so, früher nannte man es das «Vordere Tor». Der Turm wurde auch Zeitturm genannt. Seit 1641 gab es im Turm eine Uhr. Dessen Uhrwerk ist heute im Rathausmuseum zu sehen. Das Luzernertor ist im 16./17. Jahrhundert mit einem Pyramidendach ausgestattet worden. Das heutige Dach – ein nach der Stadt geneigtes Pultdach – geht auf die Jahre nach 1730 zurück. Der Turm hatte im Laufe der Zeit verschiedene Funktionen. Er enthielt bis 1913 die Stube der Nachtwächter, nach 1898 die Transformatorenstation des Elektrizitätswerks Sempach-Neuenkirch, die den ersten Strom in die Stadt lieferte. Das Luzernertor war auch ein Gefängnisturm. Das Fresko an der Wand wurde 1911 durch Seraphin Weingartner angebracht. Vor dem Luzernertor gab es seit dem 17. Jahrhundert Gewebebetriebe. Heute sind die beiden Turmstuben vermietet an die Sportunion und an den Sempacherverband (LKUOV).